Der 20.6. ist der von der UN-Vollversammlung beschlossene internationale Tag der Flüchtlinge. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf den höchsten Stand seit 1994. Diese prekäre internationale Lage bedeutet, dass auch der Freistaat seine Verantwortung gegenüber Flüchtlingen wahrnehmen muss.

Anna Schmidhuber, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Bayern fordert: „Die bayerische Staatsregierung muss sich endlich aktiv für die Bedürfnisse von Flüchtlingen einsetzen. Wer Flüchtlinge mit einem System der Abschreckung – das laut Innenminister die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern soll – begrüßt, legt eindeutig menschenverachtendes Verhalten an den Tag. Bayern ist im Vergleich zu den anderen Bundesländern immer noch trauriger Spitzenreiter was die Anzahl an Lagern und die Durchführung des Sachleistungsprinzips anbelangt. Auch die Residenzpflicht und die nur sehr bedingten Möglichkeiten für Asylsuchende, einen Arbeitsplatz zu erhalten machen Flüchtlinge in Bayern weiterhin zu Menschen zweiter Klasse.“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar, diese Verfassungswirklichkeit wird in Bayern jeden Tag mit Füßen getreten,“ fügt Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern hinzu, „sowohl die Betrachtung von Flüchtlingen unter volkswirtschaftlichen Aspekten, als auch die Frage, wie große das Leid derer sein muss, die Asyl im Freistaat beantragen dürfen sind Teil einer Abwehrhaltung, die Menschen missachtet und die Menschenrechte ad absurdum führt. Wir forden den Freistaat auf, endlich seine Verantwortung ernst zu nehmen, Flüchtlinge subsidiar zu unterstützen und ihnen ein Leben mit der Möglichkeit zur kreativen Selbstentfaltung sicher zu stellen.“