Am Wochenbeginn wurden Informationen über ein Konzept des Philologenverbands zur Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium öffentlich. Die Philologen fordern dabei, einzelne Elemente des G8 in das G9 zu integrieren.

Korbinian Gall, Sprecher der Grünen Jugend Bayern äußert enttäuscht: „Diese Debatte ist ein Armutszeugnis für die bayerische Bildungspolitik. Ob G8 oder G9, überall herrscht Konzeptlosigkeit. Dies wird auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ausgetragen. Anstatt über moderne Konzepte nachzudenken, bearbeiten sie lediglich das eine Ende des Flickenteppichs. Wir müssen anfangen, grundlegender zu denken. Menschen lernen nicht besser, nur weil das Schulsystem einen Purzelbaum rückwärts macht. Es herrscht die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss. Das ist eine Chance. Wir müssen sie ergreifen.“

Anna Schmidhuber, Sprecherin der Grünen Jugend Bayern, fügt hinzu: „Dabei ist und aber die Frage, wie und was wir lernen wollen wesentlich wichtiger als die nach der Dauer der Schulzeit. Wir fordern deswegen inklusive Gemeinschaftsschulen, in der alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und nicht schon ab der vierten Klasse eine Selektion stattfindet. Wir fordern individuelle Betreuung statt Leistungs- und Notendruck. Kostenfreiheit in allen Bildungsbereichen muss auch endlich umgesetzt werden. Wir wollen zudem eine demokratische Schule, in der alle Schülerinnen und Schüler über ihren Lernalltag selber mitbestimmen können.“