GRÜNE JUGEND BAYERN setzt auf dem Landesparteitag der Mutterpartei Zeichen gegen Rechts – Landessprecher Fleischer mit großer Mehrheit in den Parteirat gewählt

Am vergangenen Wochenende setzte die Grüne Jugend Bayern auf der Landesdelegiertenkonferenz der bayerischen Grünen in Weiden klare Zeichen gegen Rechtsextremismus und Faschismus. Die Landessprecherin Sabine Ponath erklärte bereits zu Beginn der Versammlung: „Rechte Neigungen gab es in Bayern schon immer unter dem Deckmantel der bayerischen Stammtischpraxis. Doch gegenwärtig finden die Rechten hier wieder zunehmend offenen Zuspruch und auch verstärkt Zulauf. Das können wir nicht tolerieren!“ Im Hinblick auf das so genannte Stuttgarter Urteil, bei dem das Tragen und Veräußern von durchgestrichenen Hakenkreuzen und ähnlichen antifaschistischen Symbolen als illegal erklärt wurde, fügte sie hinzu: „Wir müssen zeigen, dass wir nicht jedes Urteil sang- und klanglos akzeptieren können! Wir zeigen unsere Meinung und fordern auch euch dringend dazu auf!“ Nachdem die Grüne Jugend die Aktion bereits intern ins Rollen brachte, ließen sich auch Vertreterinnen und Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, u.a. auch Theresa Schopper und Claudia Roth, mit großer Begeisterung auf Vorschlag der Jugend mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz fotografieren und veröffentlichen.

Insgesamt kann die GRÜNE JUGEND auf einen sehr erfolgreichen Parteitag zurück blicken. Maßgebliche Änderungsanträge zur Ökosteuer und der grün-bayerischen Strategie „Weg vom Öl“ im verabschiedeten Leitantrag wurden auf Betreiben der Jugendorganisation verankert. Zudem konnte der Landessprecher Matthias Fleischer bei den Wahlen zum Parteirat die meisten Stimmen für sich gewinnen. Dazu Fleischer: „Politisch wie im Geiste ist die Grüne Partei immer jung geblieben. Wir werden jetzt dafür sorgen, dass auch der Altersdurchschnitt in den Gremien verjüngt wird. Im Parteirat vertreten zu sein ist für uns von großer Bedeutung, um Grüne Jugend und Alt-Grün wieder nahe zusammen zu bringen.“ Ergänzt wird er von Ponath: „Mit Blick auf die Wahlen 2008 werden wir dafür kämpfen, junge Köpfe in die Parlamente zu bringen. Von den 1000 Mandaten, die wir Grünen erreichen wollen, muss mindestens ein Drittel von uns Junggrünen gestellt werden.“