Heute ist Welt-Toilettentag. Dieser Tag wurde ursprünglich vor zwei Jahren von den Vereinten Nationen eingeführt, um darauf aufmerksam zu machen, dass vierzig Prozent der Weltbevölkerung immer noch keinen Zugang zu sinnvollen sanitären Einrichtungen haben. Wir wollen diesen Tag nutzen um auch die Situation in Bayern zu betrachten:

Korbinian Gall, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Bayern fordert dazu: „Aufs Klo gehen darf nichts kosten. In Bayern werden Toiletten an Bahnhöfen häufig von Privatanbietern betrieben. Das Geschäft mit dem Geschäft darf nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger gehen. Wir fordern die Kommunen auf, hier Initiative zu ergreifen. Mittellose Menschen dürfen nicht dadurch entwürdigt werden, dass sie den Busch einer Toilette vorziehen müssen, weil sie sich den Besuch eines öffentlichen WCs nicht leisten können.“

Anna Schmidhuber ergänzt: „Die Situation in städtischen Parks ist problematisch. Viele nutzen unbeobachtete Stellen abseits der Wege als Ersatztoilette, wenn das Geschäft nicht mehr warten kann. Das trägt nicht zur positiven Gestaltung des gemeinsamen Lebensraums bei. Um die Freizeit in den städtischen Erholungsanlagen auch genießen zu können braucht es WCs. Zur Verbesserung der Lage fordern wir flächendeckende kostenlose, barrierefrei zugängliche, öffentliche Toiletten in städtischen Parkanlagen. Ich wünsche mir, dass der Städetag hier aktiv wird.“